Pino unser Schulhund

Ein Hund in unserer Schule – warum?

Seit April 2012 besucht Mischling Pino regelmäßig unsere Schule. Er begleitet Frau Niebuhr zweimal die Woche in die Pinguinklasse. Die Pinguinklasse ist eine reine OGS-Klasse. Durch die Anwesenheit von Pino erleben die Schüler ihre Schule nicht nur als einen Ort des Lernens, sondern auch als Ort des gemeinsamen Lebens.

Hier einige Aspekte der Hundgestützen Pädagogik:

2.1. Der Hund als Brücke zu positivem Sozialverhalten

Die Schülerinnen und Schüler lernen den artgerechten und respektvollen Umgang mit einem Tier und dadurch gleichzeitig den Respektgegenüber anderen Mitschülern. Kinder sind sehr viel schneller bereit Rücksicht auf den Hund zu nehmen als auf ihre Mitschüler. Bei gezielter Beobachtung der Körpersprache des Hundes lernen die Schüler auch die Körpersprache und Mimik ihrer Mitmenschen genauer zu beobachten. Durch den Umgang mit dem Hund lernen  die Schüler auf erwünschtes Verhalten zu achten und zu loben. Hunde lehren neue Wege des Umgangs mit Aggressionen, denn sie reagieren auf rücksichtsloses Verhalten mit vorsichtigem Rückzug. Damit zeigen sie Kindern auf neutrale Weise, dass ihnen unkontrollierte Aggressionen selbst schaden.

2.2. Der Hund als Hilfe zum Aufbau des Selbstbewusstseins und als Entspannungshilfe

Der Hund fördert erfahrungsgemäß die Freude am Schulalltag und hilft so, Schulangst zu vermindern oder erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Durch soziale Katalysatoren, wie zum Beispiel einem Hund, fällt es besonders schüchternen Kindern oft leichter, mit anderen Kindern in Kontakt zu treten. Aber auch bei allen anderen Kindern baut der Hund das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein auf. Sie fühlen sich von ihm ohne Einschränkungen angenommen, egal wie sie aussehen oder was sie leisten können. bei direkter Befolgung des Hundes von einfachen Signalen werden die Kinder stolz, dass der Hund auf sie hört. Über das taktile Angebot, den Hund zum Beispiel streicheln zu dürfen, wird  nachweislich Stress, Trauer, Aggression und Depression abgebaut. Die Schüler werden somit von ihren eigenen Problemen abgelenkt, entspannen sich und können so besser lernen.

2.3. Der Hund als Kommunikationspartner

Kinder benötigen authentische Bezugspersonen, die sie in ihrer Einzigartigkeit respektieren, um sich gesund zu entwickeln und um sich als Individuum definieren zu können. Verschiedene Tiere können diese Prozesse in besonderer Weise unterstützend begleiten. Insbesondere Hunde, die soziale Rudelwesen sind, bieten Kindern echte Kommunikation an. Sie nehmen den Menschen so an, wie er ist, ohne Urteile aufgrund äußerer Erscheinung zu treffen. Aus u. a. diesem Grund gehen die meisten Schüler auf einen Hund viel schneller zu, als auf einen unbekannten Menschen. Mit einem Hund sprechen alle Schüler ungezwungener. ihm können Geheimnisse sicher anvertraut werden. Zudem finden viele Gespräche über den Hund zwischen den Schülern statt.

2.4. Der Hund als Hilfslehrer für den richtigen Umgang mit fremden Hunden

Der regelmäßige Umgang mit dem Hund führt dazu, dass die Schüler seine Körpersprache richtig interpretieren lernen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für den unfallvermeidenden Umgang mit Hunden. Sie lernen, dass ein Hund mehr auf Körpersprache als auf Worte reagiert. Sie lernen zudem, dass viele Aggressionen des Hundes durch den Menschen hervorgerufen werden.

Unsere wichtigen Regeln im Umgang mit Pino findest du hier!

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