Die Idee – Selbstständiges Lernen

Gemäß unserem Leitbild ist uns die Erziehung zur Selbstständigkeit und zum eigenverantwortlichen Lernen in der Gemeinschaft ein besonderes Anliegen, damit alle Kinder entsprechend ihren Möglichkeiten und ihrem Lerntempo lernen können. Nur auf diese Weise lassen sich Lernfreude und der Erwerb von Lernkompetenz verbinden. Dabei verstehen wir Lernkompetenz in ihrer „Höchstform“ als die Fähigkeit, selbstständig zu lernen, sich Ziele zu setzen, einen Lernweg bewusst einzuschlagen und am Ende zu schauen: Wie weit bin ich gekommen?
Dies spiegelt sich in unseren offenen Unterrichtsformen wider: Freiarbeit, projektorientierter Unterricht, Werkstatt- und Stationenarbeit, „Lesen durch Schreiben“ und die Rechtschreib-Werkstatt – jeweils auch gestützt durch den Einsatz neuer Medien – sind Ansätze, die Kinder in die Mitverantwortung für ihr Lernen nehmen. Allen diesen Unterrichtsformen ist gemeinsam, dass sie sowohl methodisch als auch oft inhaltlich offen sind für die Lernwege und Lernstände der Kinder. Die Lehrperson tritt dabei in den Hintergrund und wird zur Lernbegleiterin, die Aufgaben vorstrukturiert, Hilfestellungen im Prozess gibt und Reflexionen anleitet. Dabei spielt auch die Diagnose des Lernstandes, die Transparenz über die Lernziele und die Form der Rückmeldung bzw. der Einbeziehung der Kinder in die Bewertung des Erreichten eine entscheidende Rolle.

Bei uns wechseln sich Phasen eines solchen offenen Unterrichts ab mit „klassischen“, lehrergesteuerten Phasen der Erarbeitung und der Reflexion von Lerninhalten. Wir sind davon überzeugt, dass es der Methoden- und Aufgabenmix ist, der zu einem soliden Fundament an Kompetenzen, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Haltungen und Einstellungen führt.