Freiarbeit

Der Begriff der „Freiarbeit“ oder „Freien Arbeit“ kommt aus der reformpädagogischen
Bewegung der 1920er Jahre (geprägt v.a. durch Montessori,
Petersen und Freinet). Die Gemeinsamkeit aller Konzeptionen besteht
darin, dass sie einen Freiraum für Schülerinnen und Schüler vorsehen,
sich selbstständig eine Aufgabe auszuwählen und diese nach eigenem
Rhythmus und in frei gewählten Sozialformen zu bearbeiten.
Die Freiarbeit hat in unserer Schule eine fast dreißigjährige Tradition.
Ihr kommt in einer vorstrukturierten Form nach wie vor ein hoher Stellenwert im Alltag zu. In der Regel beginnen alle Klassen den Tag mit der Freiarbeit. Dabei entscheiden sich die Kinder aus dem vorliegenden Materialangebot aktiv für eine Aufgabe. Die Freiarbeit umfasst viele Lernbereiche und Fächer. Das Lernangebot beinhaltet verschiedenste handlungsorientierte Übungsmöglichkeiten, kreative, problemlösende und konstruktive Aufgaben, diverse Lernspiele, das Recherchieren (Bücher, Internet) und Erstellen von Lernplakaten, das Forschen und Experimentieren, das Lesen oder Schreiben
von Geschichten. Da die Kinder ihre Aufgaben innerhalb eines gegebenen Rahmens gemäß ihren Fähigkeiten und Interessen auswählen, ist die Arbeitsmotivation in der Freiarbeit sehr hoch, und die Kinder gewinnen Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten. Die Freiarbeit bietet der Lehrkraft zudem die Möglichkeit, Kindern mit bestimmten Förder- und Forderbedarfen gezielt Material an die Hand zu geben. Kinder, denen es schwer fällt, sich selbst eine Aufgabe zu suchen, erhalten von der Lehrerin eine feste Aufgabe.